Rente mit 67 Jahren – gesetzliche Regelungen und Ausnahmen

Die Gesetzliche Rentenversicherung umfasst als Teil des deutschen Sozialversicherungssystems ein großes Leistungsspektrum, darunter verschiedene Rentenarten. Bei der Rente mit 67 handelt es sich um die allgemeine Regelaltersrente der Gesetzlichen Rentenversicherung.

Rente mit 67 JahrenNeben der Rente mit 67 – eben der Regelaltersrente – leistet die Deutsche Rentenversicherung weitere, jedoch im Hinblick auf das Alter des Versicherten vorgezogene Altersrenten, wie zum Beispiel die Altersrente für besonders langjährig Versicherte ab dem 65. Lebensjahr oder die Altersrente für vor 1952 geborene Frauen ab 60 Jahren mit Abschlägen oder abschlagsfrei mit 65. Weiterhin gehören auch Witwen- und Waisenrenten oder Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit zum Leistungsspektrum.

Bei der Regelaltersrente beginnt die Rente mit 67 Jahren

Die Regelaltersrente gehört zweifellos zu den bekanntesten Leistungen der deutschen Gesetzlichen Rentenversicherung. Um sie zu erhalten muss natürlich zu allererst eine Mitgliedschaft in der Gesetzlichen Rentenversicherung bestehen. Des Weiteren hat das Mitglied dann noch eine Wartezeit von fünf Jahren nachzuweisen. Die 5 jährige Wartezeit im Rahmen der Regelaltersrente ist übrigens die geringste ihrer Art im Bereich der gesetzlichen Altersrenten.

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Daneben muss das Mitglied eine vorgeschriebene Altersgrenze erreichen, ehe die Regelaltersrente ausgelöst werden kann. Momentan ist diese Altersgrenze der gesetzlichen Regelaltersrente in einem gewissen Umfang individuell. Dies begründet sich in der stufenweisen Anhebung dieser Grenze in der Vergangenheit, die nun ab dem Jahr 2012 in der Praxis umgesetzt werden muss.

Die früheren gesetzlichen Regelungen zum Rentenbeginn

Bisher galt das 65. Lebensjahr des Versicherten als Altersgrenze. Die neu eingeführte und nunmehr gültige Altersgrenze der Regelaltersrente liegt beim 67. Lebensjahr, daher auch der Begriff „Rente mit 67“. Die Anhebung des Renteneintrittsalters wird in der Praxis stufenweise gelöst, so dass für die versicherten Mitglieder und Rentenanwärter derzeit unterschiedliche gesetzliche Altersgrenzen für die Regelaltersrente (65 – 67 Jahre) existieren.

Ausnahmen von der Rente mit 67

Die bisher bestehende Grenze mit dem 65. Lebensjahr des Versicherten ist weiterhin für vor dem 01.01.1947 geborene Mitglieder der Gesetzlichen Rentenversicherung von Bedeutung. Gleiches gilt für die Personen, die der Vertrauensschutzregelung unterliegen und deshalb noch die Altersgrenze von 65 Jahren in Anspruch nehmen dürfen. Eingeschlossen von der Vertrauensschutzregelung sind allgemein Versicherte, die entweder als entlassene Arbeitnehmer des Bergbaus Anpassungsgeld bezogen haben oder aber bereits vor 2007 eine Altersteilzeitarbeit nach dem Altersteilzeitgesetz innehatten. Zusätzlich ist dieser Personenkreis eingeschränkt gemäß dem Geburtsjahr. Die einstigen Bergleute und Anpassungsgeldbezieher müssen zudem vor 1964 geboren sein und die Personen mit Altersteilzeitstelle vor 1955.

Alle anderen Mitglieder – sprich alle nach 1946 Geborenen, die nicht unter den Vertrauensschutz fallen – müssen die neue Altersgrenze der Regelaltersrente von 67 Jahren bzw. deren schrittweise Steigerung gemäß ihrem Geburtsjahr berücksichtigen. Die schrittweise Anhebung sieht zu Beginn eine Steigerung pro Geburtsjahrgang um einen Monat und später eine Anhebung um zwei Monate vor. Für die 1947 geborenen Mitglieder beispielsweise ergibt sich also eine Altersgrenze von 65 Jahren und einem Monat. 1958 Geborene können indes erst ab dem 66. Lebensjahr in die Regelaltersrente gehen.

Die stufenweise Anhebung auf die Rente mit 67 Jahren

Aus der stufenweisen Anhebung folgt, dass das 67. Lebensjahr als reguläre Altersgrenze bei der Regelaltersrente zum ersten Mal bei den ab 1964 Geborenen in Kraft tritt. Das heißt, alle nach dem Jahr 1963 geborenen Versicherten können erst mit Vollendung des 67. Lebensjahres die allgemeine Regelaltersrente der Gesetzlichen Rentenversicherung in Anspruch nehmen.

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Die Anhebung der Altersgrenzen findet sich übrigens nicht nur bei der Rente mit 67, auch andere Altersrenten der Gesetzlichen Rentenversicherung sind hiervon betroffen. Diese Reform trägt dem Sachverhalt Rechnung, dass die versicherten Bundesbürger zunehmend älter werden, also auch länger gesetzliche Rente beziehen, und die Gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland aber weiterhin finanzierbar bleiben muss.

Neben der Anhebung der verschiedenen Altersgrenzen (des Renteneintrittsalters) wurden weitere Reformen im Hinblick auf die Finanzierbarkeit der deutschen Gesetzlichen Rentenversicherung vorgenommen, darunter die Rentenkürzung bzw. Nullrunden oder auch die Steigerung des Beitragssatzes sowie die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze der Gesetzlichen Rentenversicherung.