Einen Rentenantrag stellen bei Altersrente oder Erwerbsminderung

Eine gesetzliche Rente aus der deutschen Gesetzlichen Rentenversicherung wird generell nur dann gezahlt, wenn der Versicherte (bzw. die Hinterbliebenen) einen Rentenantrag gestellt hat. Der Rentenantrag kann auf elektronischem Wege ausgefüllt und verschickt werden oder auch in Papierformat und selbst das gemeinsame Ausfüllen mit einem Mitarbeiter der zuständigen Rentenstelle wird den Versicherten ermöglicht.

vertragsunterzeichnungDen erforderlichen Rentenantrag erhalten Versicherte im Internet auf der Webpräsenz der Deutschen Rentenversicherung als Dachverband und Zusammenschluss der verschiedenen Träger der Gesetzlichen Rentenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland. Auch bei den zahlreichen Geschäftsstellen der Deutschen Rentenversicherung kann der Rentenantrag abgeholt sowie ferner telefonisch oder schriftlich angefordert werden. Wer das persönliche Gespräch sucht, sich beraten lassen möchte oder Hilfe beim Ausfüllen des Rentenantrages benötigt, kann einen Termin bei dem zuständigen Rentenversicherungsträger vereinbaren und den Rentenantrag vor Ort mit einem kompetenten Servicemitarbeiter der Rentenversicherung gemeinsam ausfüllen.

Wer den Rentenantrag eigenständig ausfüllt, muss diesen im Anschluss selbstverständlich an den zuständigen Rentenversicherungsträger übermitteln. Um allgemeine Rückfragen zu vermeiden, ist der Antrag vollständig auszufüllen und abzugeben, die notwendigen Anlagen (Nachweise) anzufügen und der Rentenantrag natürlich zu unterschreiben. Die Angaben im Rentenantrag sind für die Prüfung des Rentenanspruches und damit einhergehend für die Erstellung des individuellen Rentenbescheides maßgeblich.

Wer einen Rentenantrag stellen will, der benötigt einige Unterlagen

Wichtig sind vor allen Dingen die beigefügten Anlagen und Angaben. Zum Rentenantrag gehören unter anderem eine beglaubigte Kopie der eigenen Geburtsurkunde, die persönliche Steueridentifikationsnummer, die Versicherungsnummer und Anschrift der entsprechenden Gesetzlichen Krankenkasse, eine begalubigte Kopie der Geburtsurkunde der Kinder oder Ähnliches als Nachweis der Elterneigenschaft im Hinblick auf den Beitragssatz der Gesetzlichen Pflegeversicherung (Zuschlag für Kinderlose), bei Bezug von Sozialleistungen das zugehörige Aktenzeichen und die Anschrift der Zahlstelle sowie die Bankverbindung zur Anweisung der gesetzlichen Rente.

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Darüber hinaus muss der Antragssteller je nach Art der gesetzlichen Rente dem Rentenantrag weitere Dokumente bzw. Angaben beifügen. Im Rahmen der gesetzlichen Altersrente sind dies beispielsweise Bescheide der Agentur für Arbeit bei Arbeitslosigkeit, wenn vorhanden Altersteilzeitverträge sowie Informationen über die vorraussichtliche Höhe eines etwaigen Hinzuverdienstes während des Rentenbezugs.

Der Rentenantrag bei Erwerbsminderung

Für die Rente wegen Erwerbsminderung, die ebenfalls eine Leistung der Gesetzlichen Rentenversicherung darstellt, sind hingegen zum Beispiel aktuelle Arztberichte sowie Anschriften der behandelnden Ärzte zu hinterlegen und von öffentlichen Stellen angeordnete Untersuchungen anzugeben.

Von Bedeutung ist ferner das Eingangsdatum des Rentenantrages, denn dieses ist im Rahmen des Rentenbeginns relevant. Im Übrigen ist der erste Antrag, genauer das Datum des ersten Eingangs, entscheidend und zwar selbst dann, wenn der Rentenantrag über einen anderen sozialen Leistungsträger wie der Gesetzlichen Krankenkasse oder der Agentur für Arbeit gestellt wird.

Beim Rentenantrag die Fristen beachten

Die Einhaltung der vorgegebenen Fristen beim Rentenantrag ist natürlich obligatorisch. Hier wird unterschieden in Fristen für einen Rentenantrag der persönlichen Absicherung und in die  Fristen für einen Rentenantrag für die Absicherung der Hinterbliebenen. So muss der Antrag auf eine gesetzliche Altersrente spätestens drei Monate nach Erfüllung der erforderlichen Bedingungen eingereicht werden, so kann ein pünktlicher Rentenstart garantiert werden. Andernfalls zählt der Antragsmonat als Rentenbeginn. Empfohlen ist eine Einreichung des Altersrentenantrages aber bereits drei bis vier Monate vor dem geplanten Renteneintritt, damit Informationen Dritter rechtzeitig angefordert und eingereicht werden können.