Was die Rentenversicherungsnummer vom Rentenversicherungsträger beinhaltet

Die Rentenversicherungsnummer ist ein innerhalb der deutschen Gesetzlichen Rentenversicherung existierendes Erkennungszeichen, gebildet aus Zahlen und Buchstaben, das für jedes Mitglied der Gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland bereits regulär zur Geburt erstellt wird. Die Rentenversicherungsnummer wurde 1964 in der Bundesrepublik eingeführt und dient seither der Identifikation von Gesetzlich Rentenversicherten Personen in Deutschland.

Rentenversicherungsnummer vom RentenversicherungsträgerDie Rentenversicherungsnummer als bedeutsamer Ordnungsbegriff – ähnlich einem Aktenzeichen – wird von dem Rentenversicherungsträger der Gesetzlichen Rentenversicherung vergeben, genauer gesagt von der Deutschen Rentenversicherung Bund und hier explizit von der Verarbeitungsstelle in Würzburg. Bei diesem Standort handelt es sich um die „Datenstelle der Träger der Rentenversicherung“. Die Stelle wird von der Deutschen Rentenversicherung Bund im Auftrag aller Rentenversicherungsträger in Deutschland verwaltet.

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Wie sich die Rentenversicherungsnummer zusammensetzt

Ein Buchstabe und Zahlen definieren die insgesamt 12 stellige Rentenversicherungsnummer der Gesetzlichen Rentenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland. Die ersten beiden Positionen werden von der Bereichsnummer des ausstellenden Rentenversicherungsträgers eingenommen. Jeder der einzelnen Träger der Gesetzlichen Rentenversicherung auf Bundes- und Regionalebene besitzt eine bestimmte Bereichsnummer, die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland (Thüringen) zum Beispiel die 03, die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd (Oberbayern) die 14 und die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (Wirtschaftsbereich Seefahrt) die 39.

Es folgt in der Rentenversicherungsnummer auf den Stellen 3 bis 8 das Geburtsdatum der in der Gesetzlichen Rentenversicherung versicherten Person. Also auf den Positionen 3 und 4 der Tag, auf den Positionen 5 und 6 der Monat und auf den Positionen 7 und 8 das Jahr (letzte beiden Zahlen des Jahres). An Position 9 der Rentenversicherungsnummer steht statt einer Zahl ein Buchstabe und zwar der Anfangsbuchstabe des Geburtsnamens des Gesetzlich Rentenversicherten.

Die verschiedenen Positionen bei der Rentenversicherungsnummer

Bei den Positionen 10 und 11 der Rentenversicherungsnummer handelt es sich wieder um Ziffern. Diese beiden Ziffern bilden eine Seriennummer, die einen Verweis darauf gibt, wie viele Personen am gleichen Tag geboren wurden, einen Geburtsnamen mit dem gleichen Anfangsbuchstaben besitzen und zudem von dem gleichen Rentenversicherungsträger eine Rentenversicherungsnummer erhielten. Die Seriennummer erfolgt aufsteigend und wird von 00 bis 49 dem männlichen Geschlecht und von 50 bis 99 dem weiblichen Geschlecht zugeordnet.

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Als 12. und letzte Position der Rentenversicherungsnummer in Deutschland wird eine Prüfziffer verwandt, die nach einem speziellen Verfahren errechnet wird. Die Rentenversicherungsnummer in Deutschland besteht also immer aus 12 Stellen, nämlich aus 11 Zahlen und einem Buchstaben. Diese Vorgehensweise ist gesetzlich geregelt.

Die Sozialversicherungsnummer und der Sozialversicherungsausweis

Die Besonderheit der Rentenversicherungsnummer der deutschen Gesetzlichen Rentenversicherung ist, dass jeder Versicherte eine einzigartige, gemäß seinen individuellen Fakten erstellte Nummer erhält und dass diese Nummer außerdem noch bis zum Tod des Versicherten Gültigkeit behält. Die Nummer gibt wichtige Information preis, unter anderem zu Alter und Geschlecht des Versicherten.

Die Rentenversicherungsnummer darf dementsprechend auch nur in Ausnahmefällen abgeändert werden, beispielsweise wenn nachweislich ein falsches Geburtsdatum berücksichtigt und daher in der Regel auch eine falsche Seriennummer generiert wurde.

Wo steht die Rentenversicherungsnummer ?

Die 12 stellige, individuell auf den einzelnen Versicherten angepasste Rentenversicherungsnummer von der deutschen Gesetzlichen Rentenversicherung kann dem roten, deutschen Sozialversicherungsausweis entnommen werden.

Der Sozialversicherungsausweis bestätigt, dass sein Eigentümer Mitglied des deutschen Sozialversicherungssystems ist und beinhaltet neben der Rentenversicherungsnummer den vollständigen Namen und Geburtsnamen des Versicherten. Ferner ist die ausstellende Behörde – genauer gesagt der entsprechende Rentenversicherungsträger – auf diesem Dokument aufgeführt. Den deutschen Sozialversicherungsausweis erhält der Versicherte für gewöhnlich, bevor er das erste Mal einer Erwerbstätigkeit nachgeht.